Life

ICH – Das erste Mal auf dem Pferd

Hippotherapie

bzw. Therapeutisches Reiten

Ja heute war es endlich soweit = FREUDE. Das Reiten steht auf dem Programm. Die Fragen die einem dann so durch den Kopf gehen lauten: “ Wie soll ich um Himmels Willen auf das Pferd kommen? Und wie runter? “ Nehme ich Rollartor oder Rollstuhl?“ “ Was wenn ich aus dem Gleichgewicht komme ?“ Ich denke das das völlig normal ist wenn wir uns auf was ganz neues einlassen, schließlich haben wir ja noch keine Referenzerfahrung dazu in unserem Gehirn. Nun gut, ich entschied mich dann heute morgen für den Rollstuhl. Um 9 Uhr fuhr das Rote Kreuz mich dann mit einer älteren Dame zur Reithalle in Bad Wildungen. Erstmal klar war es auf dem Hof etwas wackelig mit dem Rollstuhl aber okay. Der nette Fahrer brachte uns dann in einen kleinen Raum wo ich schon mal einen kleinen Blick in die Halle werfen durfte. In dem Raum saß eine nette Runde anderer Patienten die ebenfalls dort eine Therapie mit den Pferden bekamen. Die Tür öffnete sich und eine junge Dame betrat den Raum. Sie erklärte nun mir und der älteren Dame wie es gleich weiter gehen würde und wie gut wir uns hinter her fühlen würden. Ich war zusehens mega gespannt. Interessant war auch die Erklärung und körperliche Wirkung der Gangart des Pferdes welche bis in die kleinsten feinsten Muskelgruppen unseres Körpers wirken. Dann kam der große Moment = ich war dran = freudige Erregung machte sich breit. Zunächst wurde ich eine Rampe hoch geschoben, da klärte sich schon mal die Frage “ Wie komme ich da hoch ?“. Dann hieß es aufstehen und seitlich aufs Pferd setzen. Aufstehen okay, kein Problem doch wie soll ich jetzt da seitlich drauf kommen ? Hmmm, joar irgendwie schob ich mich dann darauf und ließ mich plumsend nieder. Mir tat nur das arme Pferd leid, doch so ein Tier nimmt es einfach schweigend hin. Ich dachte nur mach das mal bei einem Menschen = der würde vermutlich gleich meckern. Dann setzten wir uns in Bewegung, okaaay etwas ungewöhnlich doch erstaunlich schnell war ich hoch begeistert und nach der ersten Runde dachte ich nur “ WOW wie genial“ Ich versuchte mein Körper völlig los zu lassen, beobachtete mein linkes Bein wie es da so wahrlos rum zappelte doch auch dies schien sich mit der Zeit zu beruhigen. Es war einfach mega genial und die Zeit verging wie nix, leider, doch es war ja nicht das letzte Mal. Nun musste ich nur wieder runter kommen doch auch das ging erstaunlich gut – nicht so wie im Kopfkino das denkt “ Bloß nicht runter fallen wie ein Kartoffelsack.“ Nee nee das war schon alles okay so. Das Reiten wird sicher meine neue Leidenschaft. Und auch die ältere Dame war sehr angetan von dieser Therapie. Somit ist heute nicht nur ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen, nein auch eine neue Leidenschaft geboren. DANKE LEBEN !!! Was mir besonders aufgefallen ist war mein gehen am Rollartor hinterher = eine wundervolle Leichtigkeit machte sich in meinem Körper breit. Ich bin wirklich glücklich & dankbar für diese tolle Erfahrung heute. 🙂

Es ist Nicht alles so wie wir manchmal denken