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2014

 

Das Jahr 2014 allgemein

Rückblickend auf das Jahr 2014 möchte ich sagen, dass es doch im Großen und Ganzen bis auf die OP Geschichte im Januar ganz okay war. Klar war das traurig, deprimierend und ein Schock, doch mein inneres, sonniges Gemüt und meine Zuversicht haben mir über die Zeit geholfen. Auch wertvoll in dieser Zeit war meine damalige frühere Nachbarin, die von Anfang an (auch bei meiner Mutter schon) für mich da war. Da sieht man wirklich, wie wichtig Menschen für uns sein können! Unbezahlbar, unendlich kostbar. Auch später in meiner Wohnung hatten wir Freitags immer unser Kaffeedate. Es tut einfach gut, unter Menschen zu sein. Meine damals „angeblich“ beste Freundin fuhr mit mir einmal im Monat einkaufen. Das war auch ein Geschenk, keine Frage, allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass sie es nur aus Mitleid tat. So etwas fühlt sich innerlich scheiße an und ich fühlte mich manchmal wie ein Bettler. Meistens reichte die Zeit grade noch für einen schnellen Kaffee hinterher und dann musste sie schon wieder los. Da fragte ich mich schon: „ Nicole hast du dir so deine Freundschaften vorgestellt?“ Doch damals war ich froh, das überhaupt noch jemand da war außer meiner Mutter.

Ich schrieb viel Tagebuch, hörte Affirmationen, sah viele Videos auf YouTube an und sah zu, mich einigermaßen gut zu beschäftigen. Ich bekam einen kostenlosen Kurs mit den Healing Codes. Diesen absolvierte ich mit Freude. So verging das Jahr doch recht gut. Doch im Dezember bekam ich nochmal Panik. Es war ein Samstagnachmittag, als ich auf die Toilette musste. Ich wollte aufstehen, doch es ging nicht, denn bei jeder Bewegung hatte ich das Gefühl, mir sticht jemand ein Messer ins Herz. Ich versuchte, ruhig zu bleiben, um es dann erneut mit Aufstehen zu versuchen, doch der Schmerz war zu groß, es ging nicht. Gedanken schossen durch meinen Kopf: Was machst du jetzt? Wer kann dir helfen? Hilflosigkeit machte sich in mir breit, und je öfter ich den Versuch wagte, aufzustehen, umso schmerzvoller wurde es. Irgendwann brach ich in Tränen aus und rief den Rettungsdienst an. Frag mich nicht, wie ich es schaffte, zur Tür zu kommen, das weiß ich heute nicht mehr. Ich weiß nur, wie heilfroh ich war, als sie endlich da waren. Sie packten noch ein paar Sachen für mich ein und dann ging es ab ins Krankenhaus, wo ich dann herztechnisch erst mal komplett untersucht wurde. Aufgrund meiner Vorgeschichte landete ich zuerst auf der Überwachungsstation, allerdings konnte ich später in ein normales Zimmer umziehen. Dort lernte ich eine nette Heilpraktikerin kennen. Diese Art der Medizin war mir viel lieber als irgendwelche Pillen. Nachdem mein Herz gründlich untersucht wurde und die Untersuchungen ohne Befund blieben, konnte ich nach einigen Tagen die Klinik wieder verlassen. Kurioserweise bekam ich während des Klinikaufenthalts nicht einmal mehr diesen höllischen Schmerz.

So neigte sich das Jahr dem Ende zu. Weihnachten und Silvester verliefen ganz ruhig diesmal. Für 2015 stand eine Neuerung auf meinem Trainingsplan: Ich wollte mit KGG beginnen (Krankengymnastik an Geräten). Ich konnte mit dem DRK und einer Begleitung dorthin fahren, welch Vorfreude. Aber davon nächstes Mal mehr …